Anmelden
   

Kappenabend 2018 Rückblick

Details

EINTRACHT Kappenabend – Gaudi & Stimmung pur


Aus der „Dürmer Faschenaacht" ist die „Funk- und Hemdensitzung" der Eintracht '93 Walldürn längst nicht mehr wegzudenken und mittlerweile zu einer echten Marke geworden. Mit einer Mischung aus mitreißenden Tanz- bzw. Gesangseinlagen und zündenden Büttenreden zieht die vermutlich unkonventionellste Prunksitzung der Region das närrische Volk bereits seit 2001 in Scharen an. Kein Wunder also, dass das Eintracht-Clubheim am
vergangenen Samstag unter dem bewährten Motto „Alles lacht - Eintracht" erneut aus allen Nähten platzte. Für die erwartungsfrohen Gäste lohnte sich auch diesmal der Weg auf's Sportgelände-Süd sowie das kurze Schlange stehen mit einem über 4-stündigen Programm der Spitzenklasse. Frei nach dem Motto „No Filler's just Killers" gab es kaum eine Verschnaufpause, nach dem pünktlich um 20.11 Uhr Präsident Fred I. vom Sprecherhäuschle (Manfred Schärpf) mit der Unterstützung seines Zwei-Mann- Elferrats „AD & Gonzales" (Sebastian Berberich & Stefan Spreizenbarth), der Garde der Blauen Dorschdels (Marvin Fritsch & Felix Mechler) in den faschenaachtlich dekorierten Narrentempel einrückten.
Humorvoll moderiert und eingeleitet wurde dieser Abend einmal mehr von Präsident Fred, stets begleitet von der Musich der beiden DJ's Crazy & Maio im Orchestergraben, und so stieg er auch sofort zu Beginn des Abends in die Bütt. Wie erwartet bissig kommentierte er traditionell in gereimter Form die Vereinsgeschehnisse des vergangenen Jahres, wobei insbesondere den bevorstehenden Tribünenabrisssprengung mit Feuerwerk inklusive Wegfall seines geliebten Sprecherhäuschles glossiert wurde. Aber auch mit Themen wie dem 25-jährigen Jubiläum der Eintracht sowie Kommentare zur Dürmer Faschenaacht massierte Fred die Lachmuskeln des Publikums genauso wie mit philosophischen Sprüchen über das eigene Alter sowie der nicht vorhandenen Frisur.

Kappenabend2018-005Kappenabend2018-003Kappenabend2018-001Kappenabend2018-004Kappenabend2018-002



 

 

Weitere Bilder

Nach dieser perfekten Einstimmung hieß es Bühne frei für das diesjährige Prinzenpaar der Eintracht. Mit Prinz Lukas vom Bierdorscht (Lukas Gehrig) und Prinzessin Lucilla. vom Zapfhahn (Lukas Fach) durften diesmal zwei Hoheiten aus dem aktiven Fußballteam der Eintracht das Zepter über die Narren schwingen. Nach dem dieses eher unkonventionelle Paar sein Volk entsprechend begrüßt hatte folgte der erste Gast. Wie schon seit vielen
Jahren an gleicher Stelle zuvor, hatte Martin Gehrig von den Höigöikern aus Glashofen wieder einen tollen Vortrag im Gepäck. Als „ein echtes Weich" berichtete er so manche haarsträubende Anekdote aus seinem Umfeld und hielt die Stimmung im Saal mit seinen gekonnt gesetzten Pointen auf hohem Niveau.
Eine erste kurze Verschnaufpause für die Lachmuskeln verschaffte den Zuschauern dann das Tanzmariechen Lynn Hartmann, die schwungvoll und mit atemberaubender Akrobatik durch das Sportheim fegte. Zusammen mit ihrer Trainerin Nikolina Cabraja erntete sie den verdienten Applaus des Publikums und natürlich den Jahresorden der Eintracht.Passend zum Jubiläum der Eintracht beehrte anschließend ein Jubilar der ebenfalls auf satte 25 Jahre Bühnenpräsenz zurückblicken kann die heiligen Hallen der E93. Die Rede ist natürlich vom Höpfemer Büttenass Wolfgang König, der wieder einmal durch eine hochklassige Performance bestach. So ließ er sich u.a. über Vegetarier Kinder die bei Schnitzeljagden nicht zugelassen wurden, veränderte Tattoo Moden im Laufe der Zeit sowie modern-religiöse Bücher wie das „Christkindle" aus und erntete mit diesem Gagfeuerwerk der Superlative einen Lacher und Schenkelklopfer nach dem anderen.
Hochkarätige Gäste aus dem Wilden Westen eroberten hernach die Eintracht-Bühne und die Herzen der Zuschauer. Der alte Häuptling der Indianer (Landrat Dr. Achim Brötel) mit dem Sheriff (Peter Fieger), Jesse James (Rita Müller) und der lieblichen Hupfdohle (Gerda Schmitt) präsentierten lustige Geschichten im Küchendenglisch aus dem „Prärie-Alltag" sowie stimmungsvollen Lieder. Das Quartett heizte in bester Western-Manier kräftig ein wobei ganz zum Schluß natürlich gemeinsam mit dem Publikum auch noch stilecht das Lasso rausgeholt wurde.

Zum Hexenkessel entwickelte sich der Saal dann endgültig bei den »Vier Borkemern«. Gemeinsam mit dem ehemaligen Fortuna-Trainer Rolf Niklas, der seine Rückkehr nach Dürn sichtlich genoss", brachten Michael Nohe, Sebastian und Erwin Ehrenfried den Saal wahrlich zum Kochen. In Skischuhen arbeiteten sie sich am deutschen Schlagerhimmel ab und parodierten mit sensationeller Mimik, Gestik und Körperakrobatik im Klapptechnikstyle Schlagerstars wie Heino, Howard Carpendale, Jürgen Drews, Michelle und viele andere.
Eine völlig zurecht geforderte Zugabe wurde gerne nach kurzer Verschnaufpause gewährt. Zur Begrüßung des original Dürmer Prinzenpaars Lieblichkeit Claudia II., Hüterin der Zwergen Schar aus dem edlen Geschlecht der Streuns, Tollität Prinz Rüdiger I., "Herrscher über alle Gleise und Bahnübergänge hatte Sitzungspräsident Fred eine besondere Überraschung. Die beiden hatten sich vor vier Jahren beim Kappenabend der Eintracht
kennen und lieben gelernt. Die Geschehnisse dieses Abends gab der Sitzungspräsident in Liedform zum Besten, während das Prinzenpaar dazu tanzte und das Publikum beim Refrain frenetisch mitgrölte.
Mit Manuel Sturm alias Dr. Dürn folgt ein wahrer Kenner Szene der dem Dürmer Ortsgeschehehen erneut vortrefflich auf den Zahn fühlte und so manchen humorigen Heil-und Kostenplan für die bestehenden Probleme in der Affenstadt parat hatte. Die traditionelle Ehrung der Honoratioren durch Präsi Fred folgte und an dieser Stelle wurden alle fleißigen Helfer vor und hinter der Bühne mit Präsenten und Orden ausgezeichnet nicht ohne natürlich markige Sprüche des Präsis ertragen zu müssen. Insbesondere die Macher hinter der Veranstaltung mit Ursel & Rolf Günther, Vorstand Jürgen Mellinger und Clubheimchefe Erich Kozickyi wurden besonders gelobt. Die alljährliche Witzparade mit Rolf und Fred folgte direkt im Anschluss und schien wie immer kein richtiges Ende zu finden.
Mit dem letzten Programmpunkt kam erneut Fred mit seinem alter Ego Toni aus Hart im Zillertal oder auch „der Killerwal vom Zillertal" auf die Bühne. Diese Liedperformance begleitet von Mac Sickinger als "Gitarren-Sepp" band das Publikum inklusive Choreographie noch einmal bestens mit ein. Mit Sprüchen wie „Alles schwankt doch eins steht fest: Der Alkohol gibt uns den Rest. Aber schenkt's uns noch was ei denn verdurschtet is ma glei"
hatte er sofort die Menge auf seiner Seite.
Die langanhaltenden Standing Ovations beim anschließenden großen Finale, bei dem noch einmal alle Akteure auf der Bühne zusammen kamen, bestätigten erneut – es hat wieder einmal alles gepasst. Nach dem Auszugsschunkler „Am Aschermittwoch sah man rundum nur zufriedene Gesichter sowohl bei den Machern als auch den Bespaßten – so muss das ein!
Der Abend war danach natürlich noch lange nicht vorbei, denn die beiden Hofmusiker Crazy & Maio zeigten erneut ihr Stimmungstalent und heizten der tanzhungrigen Meute noch einmal kräftig ein. So wurde im Clubheim und in der beheizten Hüttenbar, dort zu den Krachern von DJ Basti, noch lange ausgelassen gefeiert, gesungen und gelacht. (mm)