13. Auflage der „Funk- und Hemdensitzung“

Auch bei der 13. Auflage der „Funk- und Hemdensitzung“ der E93 war das Evergreen-Motto „Alles lacht – Eintracht“, meist markerschütternd intoniert durch Sitzungspräsident Fred, vielfach im festlich dekorierten Sportheimwohnzimmer zu hören. Aus der "Dürmer Faschenaacht" ist diese Veranstaltung der Eintracht mittlerweile nicht mehr wegzudenken. Mit einer Mischung aus fetzigen Tanz -und Gesangs-Einlagen sowie zündenden Büttenreden erfreut sich diese vermutlich unkonventionellste „Prunksitzung“ der Region seit nunmehr 13 Jahren ununter- brochen stärkster Resonanz durch das närrische Volk.

Die Eintracht steht ja zur Winterpause der aktuellen Saison 2012/2013 etwas überraschend in der Tabelle der Kreisliga Buchen auf Platz eins und ist somit auf echtem Meisterkurs. Keine Überraschung hingegen war das Niveau des diesjährigen Kappenabends: fußballerisch ausgedrückt spielt hier die E93 schon seit Jahren auf Champignons-League Niveau und bewies auch diesmal wieder, dass man in diesem Metier der „Saal-Faschenaacht“ mehr als meisterlich unterwegs ist. Für die Gäste hatte sich der Weg auf’s Sportgelände-Süd zu einem über 4-stündigen Programm der Spitzenklasse wieder einmal voll gelohnt.
Um 20.11 Uhr zog „Präsi Fred“ (Manfred Schärpf) mit seinem Hofstaat, angeführt von der Garde (Benni Strasser, Thorsten Mechler) und den Räten (Christian Spreitzenbarth, Sebastian Berberich) in den toll dekorierten Narrentempel ein. Mit der Auftakt-Büttenrede beleuchtete Fred die anvisierten sportlichen Ziele, zeigte auf, dass die Eintracht auch in ganz anderen Feldern spitze ist und stimmte das Publikum auf einen lustigen Abend ein.
Schon bei der Begrüßung sorgte der Präsi für Lachsalven im Saal. Als Einheizer fungierte in diesem Jahr Alex „Bär“ Imhof. Dieser brachte das Publikum mit seiner Gesangseinlage mit seinem lustigen Faschenaachtstext zur Melodie von „We Will Rock You“ sofort in Stimmung und zum rhythmischen Klatschen. Der erste Tanz des Abends brachte dann sofort Feuer in die „Hütte“ der Eintracht, denn mit Ihrer farbenprächtigen Darbietung „Auf Jamaika ist die Hölle los“ zeigte die Männerauslese der FG Fideler Aff, dass Sie zurecht als Aushängeschild der „Dürmer Faschnaacht“ gehandelt werden. Zusammen mit Ihren Trainerinnen Silke Trunk und Stefanie Pfeiffer bekamen Sie für die anstehende Weiterreise einen Proviant-Korb mit auf den Weg.
Danach stand die Inthronisation des „13. Eintracht Prinzenpaares“ auf dem Programm. Mit Ihrer Lieblichkeit Prinzessin Tomislava I. de la Espania und seiner Tollität Prinz Stefano I. di Gonzales (Tomislav Garic und Stefan Spreitzenbarth) saßen fortan zwei Stimmungskanonen auf dem Thron, die mit diversen Einlagen, den ganzen Abend über für Heiterkeit sorgten. Insbesondere die Prinzessin sorgte mit Gesang- sowie Tanzeinlagen („Gangnam Style“) für begeisterte Gesichter. Einen vollen Kracher landete die junge Truppe „Die drei Wörscht un de Metzger“. Mit Gitarre, Kontrabass, Cajon und Gesang bot die Truppe vom CC Amorbach einen sehens-und hörenswerten Auftritt, der den „Stimmungs-Worschtkessel“ im Saal mächtig aufheizte. Insbesondere der „Lewwerwwortsch-Song“ („Kumm schdoos mol uff moin Schatz, isch riesch die Lewwerworscht so gern, Isch kennt mich nur vun dir un moiner Lewwerworscht ernehrn“!) war der Bringer des Abends.
Nach dem die „Original Dürmer Tratschweiber“ im Vorjahr ersetzt werden mussten, ließen sie es sich nicht nehmen, diesmal persönlich aufzukreuzen. Als Krankenschwestern sorgten sie mit Witz und Humor für die medizinische Versorgung von Publikum und Bühnenpersonal und brachten mit dem Fliegerlied das Eintracht- Auditorium in Wallung. Auf der angefachten Woge der guten Laune schwamm dann die im letzten Jahr gegründete Eintracht-Tanz-Formation mit Ihrem von Patricia Buschmann einstudierten Tanz „Baywatch“ ein und erntete verdienten Applaus. Gegen unseren Osie im Badeanzug sieht David Hasselhoff heute eher blässlich aus und „Melli“ als Hai ist bei der Fortsetzung „Der nackte Hai 13 diesmal ohne Fell“„ als Hauptdarsteller im Gespräch. Umjubelte und viel belachte Premiere in der Bütt feierte Manuel Sturm. In seinem Beitrag erzählte er in Reimform, wie er vom „Sitzungspräsi Fred“ als Büttenredner verpflichtet wurde und wusste über so manche schräge Begebenheit aus dem Zeltlagerleben zu berichten. Als Gaststar des Abends enterte „Tim Toupet“ (Rolf Günther) die Bühne. Er hatte „die Haare schön“ lud mit dem „Bobfahrer-Lied“ das Publikum zum Rodeln ein. Im Anschluss gab’s natürlich wieder die alljährliche Witze- und Kalauerschlacht von Rolf und Fred, die auch in diesem Jahr wieder mit einem Unentschieden und Zwerchfellkrämpfen beim Publikum endete. Gewohnte Klasse zeigte wieder einmal Simon Schmeiser als „Helmut aus Mannem“ der in Kabarettisten-Manier mit „Mannemer Bloomaul“ einige Anekdoten aus dem Alltag zum Besten und damit dem Publikum ausreichend Grund zum Lachen gab.
Hochoffiziell wurde es dann beim Besuch der FG-Abordnung mit dem Dürmer Prinzenpaar „Jenny I. aus dem Frankenland“ und „Alexander II. der alles zusammenschweißt“ sowie dem Präsidenten Falko Günther an der Spitze. Nach dem Austausch von Grußworten und Orden hakten alle zu einer Schunkelrunde ein. Das „Starensemble der SpVgg Heescht“ lud mit seinem Tanz noch einmal alle nach „Malle“ ein und schob den „Wal zurück ins Meer“. Danach stattete der griechische „Ouzo-Vertreter Stavros Laberidis“ (Manfred Schärpf) der Eintracht einen Besuch ab. Er brachte Ouzo für alle und das Narrenvolk zu erneuten Lachstürmen, in dem er über die Griechen-Krise herzog und einige Geschichten aus seinem Familienleben preisgab. Musikalisch rahmte der als Grieche gekommene „Eintracht- Sitzungs-Präsi seinen Auftritt noch mit einem Lied ab, bei dem Publikum kräftig mitsang.
Der närrische Schluss- und Höhepunkt kam in diesem Jahr „aus der Tonne“. In drei Mülltonnen waren Marius Kempf und seine Freunde vom KEG Amorbach versteckt und zeigten mit Ihrem Auftritt was in ihnen und den Mülltonnen alles steckt. In jedem Fall steckte der ganze „jecke“ Kappenabend die froh gelaunte Menge an, so dass beim abschließenden gemeinsamen Lied „Am Aschermittwoch“ nur Freudentränen und anschließend in den beiden „Katakomben-Bars“ der Eintracht „Stimmungsgetränke“ in Strömen flossen.
Der Abend war dann natürlich noch lange nicht vorbei, denn die beiden Hofmusiker DJ Crazy und DJ Maio zeigten erneut ihr Stimmungstalent und heizten der tanzhungrigen Meute nochmals kräftig ein. So wurde im Clubheim gefeiert, gelacht und gesungen bis in die Puppen. (mm/fs)

(Quelle RNZ/FN rs/mm)

   
© MLFK
CPR Certification Online